Über Espresso & Koffein


"Bild:"Espresso Bandits - Kaffee Catering fuer Messen - sechs espresso Tassen von oben als Collage montiert

Wie die Italiener auf die Bohne kamen 

Die erste Kaffeebohne kommt ungefähr 1570 aus Afrika nach Europa.

Die Adeligen mögen dieses schwarze Heißgetränk und

so landen die ersten großen Ladungen Kaffeebohnen 1624 in Venedig.

Kaffee wird zu einem wertvollen Geschenk und gilt als Symbol

für Liebe und Freundschaft. In Venedig bekommt man ab 1720

Kaffee öffentlich zu trinken - im berühmten Caffè Florian an der Piazza

San Marco. Dieses Café feiert bald 400jähriges!



Napoli - DIE Espresso Stadt

Die ersten Säcke voller Kaffeebohnen landen zwar in Venedig,

aber die wahre Kaffee Stadt ist Neapel.

Hier wird die Caffèttiera napoletana  erfunden, mit der Kaffee

zu Beginn der 60er Jahre über die Arbeiterklasse

Einzug in alle Haushalte hält.

Die Neapolitaner sind schon immer der Meinung, dass alle

stets in den Genuss eines guten Espressos kommen sollten.

Und so hat sich hier ein schöner Brauch entwickelt:

der des „caffè sospeso“.

Das ist der 2. Espresso, den jemand zahlt, aber nicht trinkt.

Ein „aufgehobener Kaffee“, der auf den wartet,

der sich keinen leisten kann.

In vielen Bars gibt es eine Tafel mit einer Strichliste, auf der die Anzahl

der caffè sospeso stehen.

1999 gründete das Kaffeeunternehmen illy in Neapel die erste

Universitá del caffè. Es ist ein Schulungszentrum für Kaffeeproduzenten.

An den 20 Standorten wird rund um die Bohne geforscht, getüftelt und gelehrt.



espresso = ausdrücklich 

Das Wort leitet sich vom Italienischen esprimere ab.

Esprimere bedeutet ausdrücken - egal ob Gefühl, Meinung, Form.

Damit wird ein ausdrücklich für den Gast zubereitetes

Getränk bezeichnet. Das rührt noch von den Anfängen her,

als Kaffee nur öffentlich in Kaffee-Bars ausgeschenkt und getrunken wurde.

Übrigens: wer in Italien einen Kaffee bestellt, bekommt einen Espresso.

Denn espresso = Caffè. Und ein Filterkaffee ist ein „caffè tedesco“,

also ein deutscher Kaffee.

Der Italiener an sich ist ja recht experimentierfreudig.

Und so kombiniert er seinen Espresso immer wieder mit anderen Zutaten:

Cappuccino, Latte Macchiato & Co werden erfunden.

Übrigens: was haben Cappuccino und Weißwurst gemeinsam?

Auch der Cappuccino wird in Italien nur zum Frühstück getrunken.

Den restlichen Tag bis in die Nacht hinein gibt’s dann espresso.

Da Espresso Bandits italo-deutsch sind, sehen wir das nicht so eng.



il espressino - klein, aber nicht so stark

Espresso hat weniger Koffein als Filterkaffee.

Grund dafür ist die Röstung.

Espresso wird im dunkelsten der fünf klassischen Röstgrade geröstet.

Durch die langsame, aber intensivere Röstung entstehen mehr Bitterstoffe.

Gleichzeitig werden Koffein- und Säuregrad aber niedriger.

Deswegen schmeckt Espresso ein klitzekleines bisschen bitter,

ist aber gut verträglich. 



Ristretto - Espresso - Lungo

In Süditalien sind neben dem klassischen Espresso

auch der Ristretto und der Lungo angesagt.

Der Ristretto ist der kleine, kompakte Bruder des Espressos.

Ein verkürzter Espresso. Denn auf die gleiche Menge Pulver kommt nur

die Hälfte Menge Wasser.

Da steht der Löffel noch senkrechter in der Tasse.

 

Übrigens: Was haben Ristretto und Weißwurst gemeinsam?

 

Auch beim Ristretto gibt es eine Äquator-Formel: je südlicher er getrunken wird,

desto weniger Wasser enthält er.

Der Lungo ist der lange Lulatsch-Bruder des Espressos.

Bei gleicher Menge Kaffeepulver braucht er doppelt soviel Wasser.

Durch die längere Kontaktzeit von Kaffee und Wasser werden

Aromen freigesetzt, die beim Espresso nicht in die Tasse gelangen.

Dadurch verlängern sich seine Geschmacks- Nuancen.




Espresso - der natürliche Koffein-Booster

Wer den ganzen Tag auf der Messe aktiv ist, Gespräche führt,

sich konzentriert, Kontakte knüpft, hin und her läuft in diesen oft

recht stickigen Hallen, der produziert in seinem Gehirn Adenosin.

Das ist eine Chemikalie, die sich an die Rezeptoren im Gehirn andockt.

Und diese blockiert.

Ergebnis: GÄÄÄHN!

Zwei Dinge schaffen Abhilfe:

1. frische Luft. Nicht immer leicht zu finden in Messehallen.

2.Koffein. Sofort und in bester Qualität zu bekommen an der Kaffee-Bar.

Koffein hindert das Adenosin daran, sich an die Gehirnrezeptoren anzuflanschen.

Koffein schlägt Adenosin und verschafft dem Gehirn wieder Energie.

Die Espresso Bandits sind also überall dort, wo ein schneller Kick benötigt wird.